22.01.2019

Tee trinken: wohltuend und gesund

Wenn draußen die Eiszapfen wachsen, ziehen wir uns gern mit einer Tasse dampfenden Tee ins Warme zurück. Kräutertee kann auch ein wirksames Heilmittel sein. Qualitativ hochwertige und schadstofffreie Produkte garantieren Arzneitees aus der Apotheke.... [ mehr lesen ]

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22.01.2019

Tee trinken: wohltuend und gesund

Wenn draußen die Eiszapfen wachsen, ziehen wir uns gern mit einer Tasse dampfenden Tee ins Warme zurück. Kräutertee kann auch ein wirksames Heilmittel sein. Qualitativ hochwertige und schadstofffreie Produkte garantieren Arzneitees aus der Apotheke.

Gegen vieles ist ein Kraut gewachsen

Göran Donner, Vizepräsident und Pressesprecher der Sächsischen Landesapothekerkammer, erläutert die Wirksamkeit von Tees aus Heilpflanzen: „Tees können eine gesundheitsfördernde Wirkung haben. Dass Kräutertees gegen leichte Alltagsbeschwerden sehr gut helfen können, ist seit Jahrhunderten bekannt: Fenchel tut der Verdauung gut, Kamille hemmt Entzündungen, Salbei hilft bei Halsschmerzen, Baldrian wirkt gegen Schlafprobleme. Ihre wohltuende Wirkung verdanken diese und viele andere Heilkräuter Inhaltsstoffen wie ätherischen Ölen, Flavonoiden oder Gerbstoffen.“

Verbraucher erhalten Tees aus Heilkräutern in Supermärkten und Bioläden, allerdings unterscheiden sich die Produkte in Zusammensetzung und Herkunft ihrer Inhaltsstoffe sowie im Preis. Göran betont: „Über die therapeutische Wirksamkeit entscheidet die Konzentration der Wirkstoffe. Wer hier auf Nummer Sicher gehen will, sollte stets zu […] Arzneitees greifen, wie es sie […] in der Apotheke gibt. Denn um sich Arzneitee nennen zu dürfen, müssen die verwendeten Mischungen vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassen sein.“ Auf jeder Packung befindet sich eine Zulassungsnummer, die garantiert, dass der Tee die Vorgaben des Europäischen Arzneibuchs bezüglich Reinheit und Zusammensetzung erfüllt. Es dürfen auch nur Pflanzenteile mit therapeutisch wirksamen Inhaltsstoffen verarbeitet werden – im Gegensatz zu Tees aus dem Discounter.

Arzneitee in persönlicher Mischung

Da die Wirkstoffe in manchen Arzneitees in hoher Dosierung vorliegen, beraten die Apotheken vor Ort die Verbraucher hinsichtlich Anwendungsweise und -gebieten. Im Einzelfall stellt der Apotheker auch eine individuelle Teemischung zusammen.

Für die richtige Zubereitung gibt Donner hilfreiche Tipps: „Arzneitees sollte man stets frisch und mit kochendem Wasser aufgießen, so lange wie angegeben zugedeckt ziehen lassen und dann rasch trinken. Wird der Tee über längere Zeit stehen gelassen oder in der Thermoskanne aufbewahrt, können sich die wertvollen Inhaltstoffe […] zersetzen. Dann hat selbst der beste Tee keine Chance mehr, seine volle Wirkung zu entfalten.

Quelle: Sächsische Landesapothekerkammer

21.01.2019

Schlafstörungen bei Alzheimer

Wer schlecht schläft, leidet nicht unbedingt an Alzheimer. Dennoch können Schlafstörungen ein erstes Symptom für die Erkrankung sein – eine Erkenntnis, die sich Forscher nun zu Nutze gemacht haben, um einen einfachen Alzheimer-Screening-Test zu entwickeln.... [ mehr lesen ]

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21.01.2019

Schlafstörungen bei Alzheimer

Wer schlecht schläft, leidet nicht unbedingt an Alzheimer. Dennoch können Schlafstörungen ein erstes Symptom für die Erkrankung sein – eine Erkenntnis, die sich Forscher nun zu Nutze gemacht haben, um einen einfachen Alzheimer-Screening-Test zu entwickeln.

Bisherige Tests teuer und invasiv

Alzheimer wird nach heutigem Wissensstand durch Ablagerungen von Beta-Amyloiden im Gehirn ausgelöst, also Abbauprodukten des Eiweißstoffwechsels. Diese Beta-Amyloide lagern sich schon 15 bis 20 Jahre vor den ersten typischen Demenz-Symptomen wie Vergesslichkeit, Wortfindungs- und Rechenproblemen im Gehirn ab. Eine Frühdiagnose der Demenz ist aktuell aber nur mittels Positronen-Emissions-Tomografie (PET) oder Liquoruntersuchung möglich. Beide Tests sind jedoch für ein Standard-Screening zu invasiv und teuer. Ein einfacher Screeningtest steht noch aus.

Schlechter Schlaf als Frühzeichen für Alzheimer

Den Schlafforschern Brendan Lucey und seinen Mitarbeitern gelang es nun, einen Zusammenhang zwischen schlechtem Schlaf und einer sich anbahnenden Alzheimer-Erkrankung nachzuweisen und damit Alzheimer eventuell einfacher als bisher bereits im Frühstadium nachzuweisen. Das Prinzip dahinter: Schlechter, nicht erholsamer Schlaf zeichnete sich durch eine verminderte Aktivität langsamer Deltawellen („slow waves“) in der Tiefschlafphase aus. Diese Veränderungen im EEG sind bei späteren Alzheimerpatienten vermutlich mit den Proteinablagerungen assoziiert, aber eben durch das EEG schon im Anfangsstadium der Erkrankung nachweisbar. Bei den 199 Probanden der Studie wurde zunächst ein EEG erstellt und bei auffälligen Befunden im Anschluss daran Liquor untersucht oder ein Screening mittels PET durchgeführt. Das Erstaunliche: Bei den Probanden mit den größten Veränderungen in den „slow waves“ zeigten sich die meisten Proteinablagerungen im PET und die stärksten Veränderungen im Liquor. Daraus schließen die Forscher, dass eine EEG-Untersuchung eine Alzheimerdiagnose im frühen Stadium ermöglicht. Da für die Ableitung der langsamen Deltawellen nur ein Elektron nötig ist, könnten die Aufzeichnungen sogar mit einem portablen Gerät erfolgen.

EEG als einfache Screening-Methode denkbar

Sind die Ergebnisse mit einer größeren Gruppe an Patienten reproduzierbar, könnte dies zur Zulassung der EEG-Analyse als Früherkennungsscreening für Alzheimer führen. Damit wäre es möglich, gefährdete Personen einfach und risikoarm zu untersuchen, um eine möglichst frühe Diagnose zu stellen.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt

19.01.2019

Krämpfe: Hochspannung in den Muskeln

Nach der Gymnastikstunde, während des Schwimmens oder nachts im Bett – fast jeder wurde schon von Muskel- oder Wadenkrämpfen überrascht. Sie treffen sportliche und unsportliche Menschen genauso wie Heranwachsende und Ältere. Was Sie tun können, damit es gar nicht erst zu Krämpfen kommt und welche Mittel Sie für die Selbstmedikation in Ihrer Apotheke erhalten.... [ mehr lesen ]

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19.01.2019

Krämpfe: Hochspannung in den Muskeln

Nach der Gymnastikstunde, während des Schwimmens oder nachts im Bett – fast jeder wurde schon von Muskel- oder Wadenkrämpfen überrascht. Sie treffen sportliche und unsportliche Menschen genauso wie Heranwachsende und Ältere. Was Sie tun können, damit es gar nicht erst zu Krämpfen kommt und welche Mittel Sie für die Selbstmedikation in Ihrer Apotheke erhalten.

Schmerzhaft, aber meist harmlos: Muskel- und Wadenkrämpfe

Meist treten die Krämpfe unvermittelt und ohne ersichtlichen Grund auf und verschwinden genauso schnell, wie sie gekommen sind. Am häufigsten sind die Muskeln der Waden und der Fußsohlen von den Zuckungen betroffen und spätestens nach ein paar Minuten ist der Spuk wieder vorbei. Ab dem 6. Lebensjahrzehnt wird etwa die Hälfte der Menschen regelmäßig von nächtlichen Muskelkrämpfen geweckt. Im Alter häufen sich Krampfanfälle, da die Muskeln sich verkürzen und nicht ausreichend getrunken wird. Dies sorgt für Verschiebungen im Salzhaushalt des Körpers und insbesondere ein Ungleichgewicht bei den Magnesiumionen scheint das Entstehen von Krämpfen zu begünstigen.

Tipp: Nach sportlicher Anstrengung und harter körperlicher Arbeit, die mit Schwitzen verbunden ist, sowie in der Schwangerschaft treten ebenfalls vermehrt Krämpfe auf. In vielen Fällen helfen Ihnen Dehnübungen, isotonische Getränke und Nahrungsmittel oder Präparate mit Mineralsalzen gegen die lästigen Muskelzuckungen.

Damit Krämpfe gar nicht erst entstehen

Das A und O im Kampf gegen Muskelkrämpfe ist eine ausgewogene Ernährung, bei der Sie ein besonderes Augenmerk auf die enthaltenen Elektrolyte legen. Magnesiumionen beeinflussen die Menge an Kalziumionen und beide sind für die Muskelaktivität von entscheidender Bedeutung. Bauen Sie aus diesem Grund vermehrt magnesiumhaltige Lebensmittel wie Bananen, Erdnüsse, Broccoli und Vollkornbrot in Ihren Speiseplan ein. Sportarten wie Wandern, Gymnastik und Walking eignen sich besonders gut für krampfanfällige Menschen, da sie alle Muskelgruppen gleichmäßig beanspruchen. Denken Sie vor jeder sportlichen Einheit an das Aufwärmen und Dehnen der Muskeln.

Langfristig hilft ein leichtes Kraft-, Ausdauer- und Koordinationstraining. Üben Sie zum Beispiel, auf instabilen Geräten wie Kreiseln und Wackelbrettern Balance zu halten. Warme Wickel, eine Wärmflasche und heiße Bäder entspannen die Muskulatur zusätzlich.

Tipps, wie Sie auf einfache Art Muskelkrämpfen vorbeugen:

  • Trinken Sie mindestens 2,5 bis 3 Liter Wasser, Tee oder Saftschorle pro Tag.

  • Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse.

  • Bewegen Sie sich täglich, aber übertreiben Sie es nicht. Sie überlasten sonst Ihre Muskeln.

  • Verteilen Sie Dehnübungen gleichmäßig über den Tag: Beugen Sie sich zum Beispiel im Stehen vor und versuchen Sie, die Fingerspitzen bis zum Boden zu bringen.

  • Schwimmen fördert einen langfristigen Muskelaufbau. Kühlen Sie sich vorher unter der Dusche ab. So vermeiden Sie Krämpfe.

  • Nach dem Sport lockert eine sanfte Massage die Muskulatur von Füßen und Waden besonders gut.

  • Ein warmes Fußbad am Abend entspannt Füße und Waden.


Hilfe aus Ihrer Apotheke: Magnesiumpräparate

Sowohl bei Schwangeren als auch bei älteren Menschen, die verstärkt unter Waden- und Beinkrämpfen leiden, schaffen Magnesium-Präparate erfolgreich Abhilfe. Magnesium sollte ausreichend hoch dosiert werden, wobei die Deutsche Gesellschaft für Ernährung die Aufnahme von 300 mg bis 400 mg Magnesium pro Tag empfiehlt. Bei einer zu hohen Dosis kann es zu weichem Stuhl oder Durchfall kommen. Dann unterbrechen Sie die Behandlung und führen sie nach Normalisierung mit einer geringeren Dosis fort.

Magnesium-Präparate stehen Ihnen in Form von Brausetabletten (zum Beispiel Biolectra® Magnesium 243 mg forte Brausetabletten), Dragees (zum Beispiel Magnesium Verla®) und Kapseln (zum Beispiel Magno® Sanol Kapseln, Pure Encapsulations® Magnesiumcitrat Kapseln) zur Verfügung. Für unterwegs sind Pellets praktisch, die sich auf der Zunge auflösen und ohne Wasser eingenommen werden können (zum Beispiel Biolectra® Magnesium 300 mg direct, Magnesium-Diasporal® 300 direkt, Magnetrans® direkt Granulat). Aber haben Sie Geduld: Eine positive Wirkung zeigt sich frühestens nach einigen Monaten.

Hinweis: Falls Sie unter Herzrhythmusstörungen oder einer Nierenerkrankung leiden, lassen Sie sich von Ihrem behandelnden Arzt zu Magnesium-Präparaten beraten. Die Wirkung von verschiedenen Medikamenten, unter anderem Schilddrüsenpräparate und Antibiotika, kann durch Magnesium beeinflusst werden. Achten Sie auf einen großen zeitlichen Abstand bei der Einnahme und folgen Sie unbedingt den Empfehlungen Ihres Apothekers.

So bringen Sie verkrampfte Muskeln wieder ins Gleichgewicht

Trotz aller Vorsicht überrascht Sie vielleicht doch ein Krampf, während Sie gemütlich auf dem Sofa sitzen: Die Muskulatur verhärtet sich, ein stechender Schmerz fährt durch Ihr Bein. Um den Krampf zu beenden, dehnen Sie am besten die Muskulatur. Dabei kann der Muskel passiv mit der Hand massiert oder aktiv mit Übungen gestreckt werden. Das lockert die Muskulatur und löst die Verkrampfung.

Tipp: Probieren Sie einmal die Behandlung mit einer so genannten Faszienrolle aus. Dabei handelt es sich um eine genoppte Rolle, die ihren Ursprung in der Sportmedizin hat. Ein Ausstreichen der betroffenen Muskelgruppen lockert und dehnt das Bindegewebe.

Quelle: Janine Naß, Kampf dem Krampf, DAZ Nr. 27, Seite 40, 06. Juli 2017.

18.01.2019

Übergewicht lässt Gehirn schrumpfen

Übergewicht und Adipositas haben sich über die letzten Jahrzehnte zu einer Volkskrankheit entwickelt. In Deutschland leiden etwa die Hälfte der Frauen und zwei Drittel der Männer an Übergewicht. Die Auswirkungen auf Herz und Stoffwechsel sind bekannt, doch was macht Übergewicht mit unserem Gehirn?... [ mehr lesen ]

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18.01.2019

Übergewicht lässt Gehirn schrumpfen

Übergewicht und Adipositas haben sich über die letzten Jahrzehnte zu einer Volkskrankheit entwickelt. In Deutschland leiden etwa die Hälfte der Frauen und zwei Drittel der Männer an Übergewicht. Die Auswirkungen auf Herz und Stoffwechsel sind bekannt, doch was macht Übergewicht mit unserem Gehirn?

Taille-Hüft-Quotient entscheidend

Forscher der Universität Loughborough gingen der Frage nach, ob Menschen mit einem Body-Mass-Index (BMI) von über 30 und einem hohen Fettgewebsanteil um die Taille (hoher Taille-Hüft-Quotient) auffällige Veränderungen im Gehirn aufweisen. Hierzu wurden das Gewicht, die Körpergröße, der Taillen- und Hüftumfang sowie das Hirnvolumen von 9.652 Teilnehmern erfasst und ausgewertet. Die Analysen ergaben, dass fettleibige Teilnehmer mit einem hohen Taille-Hüft-Quotienten, also einer viszeralen Adipositas, stärker von einer Abnahme des Hirnvolumens betroffen waren als fettleibige Teilnehmer ohne hohen Taille-Hüft-Quotienten. Insgesamt zeigten jedoch alle von starkem Übergewicht betroffenen Teilnehmer ein vermindertes Hirnvolumen im Vergleich zu Normalgewichtigen.

Höheres Risiko für Demenz fraglich

In der Vergangenheit ließen epidemiologische Studie darauf schließen, dass das Auftreten einer Demenz bei Adipositas-Patienten häufiger vorkommt als bei Normalgewichtigen. Einige Demenzformen sind zudem mit einer Abnahme des Hirnvolumens assoziiert. Laut Forschern der Loughborough-Universität sind die Ergebnisse der britischen Studie jedoch kein ausreichender Beweis dafür, dass Adipositas zur Demenz führt. „Es ist unklar, ob Veränderungen im Gehirn zur Adipositas führen, oder ob Adipositas für diese Änderungen verantwortlich ist.“, erklärt Mark Hamer, Doktor and der Loughborough-Universität. Demnach sind weitere Studien nötig, um den genauen Zusammenhang zu klären.

Quelle: Ärzteblatt