04.08.2021

After-Sun-Produkte im Ökotest

After-Sun-Produkte sollen sonnengestresste Haut kühlen, pflegen und heilen. Doch sind ihre Inhaltsstoffe wirklich unbedenklich für die Haut? Und wie gut ist ihre Umweltverträglichkeit? Ökotest hat 28 Produkte unter die Lupe genommen.... [ mehr lesen ]

×

04.08.2021

After-Sun-Produkte im Ökotest

After-Sun-Produkte sollen sonnengestresste Haut kühlen, pflegen und heilen. Doch sind ihre Inhaltsstoffe wirklich unbedenklich für die Haut? Und wie gut ist ihre Umweltverträglichkeit? Ökotest hat 28 Produkte unter die Lupe genommen.

Kühlen ja, heilen nein

Zuerst einmal: Einen Sonnenbrand heilen oder UV-bedingte Hautschäden reparieren können After-Sun-Produkte trotz der oft vollmundigen Versprechen nicht. Wer beim Sonnenbaden einen handfesten Sonnenbrand kassiert, sollte besser eine Arztpraxis aufsuchen. Vor allem, wenn sich Bläschen gebildet haben oder starke Schmerzen auftreten, ist medizinische Hilfe vonnöten.

Doch ist die Haut nach einem Sonnenbad nur gestresst, spricht nichts dagegen, sie mit einer speziellen Pflege zu kühlen und zu erfrischen. Allerdings sollte man bei der Auswahl die Inhaltsstoffe der Präparate genau anschauen.

Maiglöckchenduft gefährdet die Fortpflanzung

Duftstoffe, Konservierungsmittel und Emulgatoren haben laut Ökotest prinzipiell nichts in After-Sun-Produkten zu suchen. Eine der geprüften Lotionen wird beispielsweise mit künstlichem Moschusduft aufgepeppt. Doch der reichert sich in menschlichem Fettgewebe und der Muttermilch an und baut sich in der Umwelt kaum ab. Die Folgen sind noch unklar. Ein anderes Produkt enthält sogar den als fortpflanzungsgefährdend eingestuften künstlichen Maiglöckchenduft Lilial, kritisiert Ökotest.

In manchen Produkten werden als Emulgatoren PEG-Verbindungen eingesetzt. Diese erleichtern den kosmetischen Inhaltsstoffen zwar das Eindringen in die Haut. Sie machen die Haut aber auch für andere Stoffe durchlässiger, z. B. für Allergene oder Schadstoffe. Schädlich ist auch Chlorphenesin, das zwei Hersteller in ihren Produkten verarbeitet haben. Die haloorganische Verbindung steht in Verdacht, Allergien auszulösen.

Krebsgefahr nicht ausgeschlossen

Aus Erdöl hergestellte Paraffine sind in Hautpflegeprodukten ebenfalls unerwünscht. Denn darin sind oft potenziell krebserregende aromatische Kohlenwasserstoffe enthalten. Vier After-Sun-Präparate bekannter Firmen enthalten Paraffine, wobei Ökotest jedoch keine aromatischen Kohlenwasserstoffe darin nachweisen konnte. Noch geringer wäre das Risiko, wenn die Hersteller prinzipiell auf Paraffine verzichteten, meint Ökotest.

Umweltfreundlichkeit sieht anders aus

Manche After-Sun-Produkte haben auch Plastik in ihrer Rezeptur. Auch das bewertet Ökotest negativ, denn Plastik in Cremes und Lotionen gelangt schnell ins Wasser und belastet die Umwelt. Umweltbelastung ist auch ein Kritikpunkt bei den Verpackungen der Präparate: Nur vier der untersuchten After-Sun-Produkte-Hersteller setzen nachweisbar auf recyceltes Plastik für die Verpackung, moniert Ökotest. Einige der Produkte sind zusätzlich noch mit einer Umverpackung aus Karton versehen. Zero Waste sieht anders aus, findet Ökotest.

Bei der Berechnung der Gesamtnote wurden alle Kriterien berücksichtigt. Insgesamt verteilte Ökotest elfmal die Note „sehr gut“, achtmal „gut“, einmal „ausreichend“, dreimal „mangelhaft“ und einmal „ungenügend“. Welche Produkte wie abgeschnitten haben, kann man auf Ökotest nachlesen.

Quellen: Ökotest, ptaheute

03.08.2021

5 Tipps gegen Herpesbläschen

Sommerzeit ist Sonnenzeit. Doch leider blühen unter den wärmenden Sonnenstrahlen nicht nur Mensch und Pflanzenwelt auf – auch Herpesbläschen haben dann Hochsaison. Woran das liegt und was Sie dagegen tun können.... [ mehr lesen ]

×

03.08.2021

5 Tipps gegen Herpesbläschen

Sommerzeit ist Sonnenzeit. Doch leider blühen unter den wärmenden Sonnenstrahlen nicht nur Mensch und Pflanzenwelt auf – auch Herpesbläschen haben dann Hochsaison. Woran das liegt und was Sie dagegen tun können.

Sonnenstrahlen als Auslöser

Fast 90 % aller Menschen sind mit Herpes simplex, dem Erreger der Herpesbläschen, infiziert. Diese Viren haben eine raffinierte Strategie entwickelt: Sie verstecken sich in den Zellen der Gesichtsnerven, so dass das Immunsystem sie nicht aufspüren kann. Aktiv werden sie erst, wenn das Immunsystem geschwächt ist – etwa auf Grund einer Infektion oder Stress. Aber auch äußere Einflüsse wie starke Kälte oder Sonneneinstrahlung sind ein Auslöser dafür, dass die ungeliebten Bläschen entstehen. Der Grund: Ist die äußere Haut beansprucht oder geschädigt und dazu noch besonders dünn wie an den Lippen, hat das Virus leichtes Spiel.

Um die Bläschen in Schach zu halten, haben sich folgende Tipps bewährt:

1. Rechtzeitig therapieren

In der Regel kündigen sich die Bläschen frühzeitig durch Kribbeln, Jucken oder Spannungsgefühl an. Schon zu diesem Zeitpunkt sollte mit der Behandlung begonnen werden, um die Vermehrung der Viren zu hemmen. Geeignet sind Cremes mit virushemmenden Wirkstoffen wie Aciclovir oder Penciclovir (Virostatika) aus der Apotheke. Bläschen bleiben so entweder ganz aus oder sind deutlich kleiner und heilen schneller ab.

2. Bläschen nicht öffnen

Ist es erst da, muss das Bläschen von selbst wieder heilen. Öffnen oder ausdrücken sollte man die Bläschen auf keinen Fall, denn die enthaltene Flüssigkeit ist hoch ansteckend und kann die Infektion an andere Stellen des Körpers verschleppen. Bei starken Beschwerden helfen Virostatika-haltige Cremes, die zusätzlich entzündungshemmendes Kortison enthalten. Hautfarbene Cremes decken die Bläschen gleichzeitig ab.

3. Abheilen unterstützen

Nach einigen Tagen gehen die Herpesbläschen von selbst auf. In diesem Stadium vermehren sich die Viren nicht mehr. Nun fördern Zinksalben das Abheilen der offenen Stellen. Auftragen sollte man diese stets mit einem Wattestäbchen, um keine Krankheitserreger einzuschleppen. Auch Herpespatches oder -pflaster verhindern das Eindringen von Keimen, fördern die Wundheilung und lassen sich mit Make-up oder Lippenstift überschminken. Zehn bis vierzehn Tage nach dem Auftreten ist der Spuk dann vorbei.

4. Übertragung verhindern

Hygiene ist das A und O, um ein Verschleppen der Viren zu verhindern. Also: Eigene Handtücher verwenden und diese täglich wechseln, Gläser und Besteck nicht mit anderen Personen teilen, Küssen und engen Körperkontakt vermeiden. Besonders infektionsgefährdet sind Schwangere und Stillende, kleine Kinder und immungeschwächte Personen.

5. Vorbeugung: Immunsystem stärken

Ein starkes Immunsystem ist der beste Schutz vor Herpes. Hilfreich sind: Stress vermeiden, gesunde Ernährung, Verzicht aufs Rauchen und regelmäßig Sport treiben. Auch Lippenpflege und Sonnenschutz tragen dazu bei, die warme Jahreszeit möglichst ohne Bläschen zu genießen

Quelle: PTA heute 11/2020

02.08.2021

Hitze verändert Medikamentenwirkung

Nicht nur die Hitze selbst macht chronisch Kranken verstärkt zu schaffen. Hohe Temperaturen können auch die Wirkung von eingenommen Medikamenten verändern oder verstärkt Nebenwirkungen auslösen. Doch welche Arzneistoffe sind in den heißen Tagen besonders gefährlich?... [ mehr lesen ]

×

02.08.2021

Hitze verändert Medikamentenwirkung

Nicht nur die Hitze selbst macht chronisch Kranken verstärkt zu schaffen. Hohe Temperaturen können auch die Wirkung von eingenommen Medikamenten verändern oder verstärkt Nebenwirkungen auslösen. Doch welche Arzneistoffe sind in den heißen Tagen besonders gefährlich?

Verstärkte Wirkung, neue Nebenwirkungen

Vermindertes Durstgefühl und Blutdrucksenkung sind nur zwei der kritischen Nebenwirkungen, die manche Medikamente an heißen Tagen verursachen. Dabei kann es sich um die Verstärkung einer ursprünglich erwünschten therapeutischen Wirkung (bei den Blutdrucksenkern) oder um andere, bisher bei den Patient*innen nicht beobachtete Nebenwirkungen handeln. Mit welchen unerwünschten Wirkungen man in Zeiten großer Hitze rechnen muss und welche Medikamente diese verursachen, hat die Deutsche Allianz Klimawandel & Gesundheit aufgelistet:

  • Verstärktes Hitzegefühl: Triptane (Migränemittel), Duloxetin (Mittel gegen Inkontinenz und neuropathische Schmerzen), Cyproteron (Androgenblocker, z. B. gegen Akne), Sertralin und Venlafaxin (Antidepressiva) oder Topiramat (Antiepileptikum)
  • Reduzierte Wahrnehmung einer Hitzeerschöpfung durch Sedierung: Beruhigungs- und Schlafmittel wie Benzodiazepine, manche Antihistaminika (Medikamente gegen Allergien), Antiepileptika oder auch dämpfende Antidepressiva
  • Erschöpfung durch verringerte Herzleistung: Betablocker
  • Verringertes Durstgefühl: Parkinsonmittel, ACE-Hemmer (Blutdrucksenker) und Neuroleptika
  • Verringertes Schwitzen und Erhöhung der Körpertemperatur: Amitriptylin (Antidepressivum), Oxybutynin (Mittel gegen Inkontinenz), Procyclidin (Medikament gegen Parkinson), Topiramat (Antiepileptikum) oder Chlorpromazin (Neuroleptikum)
  • Blutdrucksenkung: Blutdrucksenker wie z. B. Betablocker, Sartane oder ACE-Hemmer, trizyklische Antidepressiva und gefäßerweiternde Medikamente zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit wie Kalziumantagonisten oder Nitrate
  • Austrocknen oder Störung des Elektrolythaushaltes: Abführmittel, Wassertabletten (Diuretika)

Spezialfall Pflaster

Manche Wirkstoffe werden in Form von Pflastern verabreicht. Wird es jedoch heiß und die Durchblutung der Haut nimmt zu, steigt auch die Menge des aufgenommenen Wirkstoffs häufig um ein Vielfaches. Besonders kritisch ist das bei Schmerzpflastern mit Opiaten. Hier ist es wichtig, dass die behandelnde Ärzt*in gegensteuert und z. B. geringer dosierte Pflaster verordnet.

Nicht einfach selbst entscheiden!

Medikamente dürfen aber keinesfalls von der Patient*in selbst angepasst werden, das ist Sache der behandelnden Ärzt*in. Doch wer weiß, mit welchen Nebenwirkungen er bei Einnahme seiner Arzneimittel rechnen muss, kann diese schneller erkennen und Hilfe suchen. Außerdem ist es empfehlenswert, regelmäßig Blutdruck, Puls und gegebenenfalls auch den Blutzucker zu kontrollieren, um im Falle von Auffälligkeiten die Hausärzt*in um Rat zu fragen.

Quelle: Deutsche Allianz Klimawandel & Gesundheit

30.07.2021

Nahrungsergänzung im Blick: Pantothensäure

Während manche Vitamine wie Vitamin C oder Vitamin B12 in aller Munde sind, kennt kaum jemand Pantothensäure. Dabei ist das Vitamin unentbehrlich für das Gehirn und den Stoffwechsel.... [ mehr lesen ]

×

30.07.2021

Nahrungsergänzung im Blick: Pantothensäure

Während manche Vitamine wie Vitamin C oder Vitamin B12 in aller Munde sind, kennt kaum jemand Pantothensäure. Dabei ist das Vitamin unentbehrlich für das Gehirn und den Stoffwechsel.

Zentrales Vitamin im Energiestoffwechsel

Pantothensäure – auch Vitamin B5 genannt – spielt eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel. Als Bestandteil von Acetyl-Coenzym-A sorgt es dafür, dass die Nahrung in Energie umgewandelt wird. Pantothensäure ist auch an der Produktion vieler körpereigener Moleküle beteiligt. Dazu gehören zum Beispiel der rote Blutfarbstoff Hämoglobin oder der Neurotransmitter Acetylcholin. Da Neurotransmitter wichtig für die Funktion des Gehirns sind, trägt Pantothensäure auch den Spitznamen „Brainfood“.

Doping für´s Gehirn?

Fehlt dem Körper Pantothensäure, sind vor allem das Nervensystem und die Muskulatur geschwächt. Die Betroffenen sind häufig müde, haben Kopfschmerzen und klagen über Muskelkrämpfe. Typisch für einen Pantothensäure-Mangel ist ein Kribbeln in den Fußsohlen, dass sich sogar zu einem Brennen entwickeln kann. Die gute Nachricht: Nach der Gabe des Vitamins verschwinden die Symptome schnell wieder.

Doch wer glaubt, Gehirn und Muskeln durch die Einnahme von Pantothensäure noch leistungsfähiger zu machen, wird leider enttäuscht. Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit profitieren Personen ohne einen Mangel nicht von der zusätzlichen Aufnahme des Vitamins.

Gut versorgt – und das ganz nebenbei

Ein Pantothensäure-Mangel ist außerdem sehr selten und tritt nur in Ausnahmefällen auf. Der Grund dafür ist, dass das Vitamin ist in fast allen Lebensmitteln enthalten ist. Besonders Muskelfleisch, Eigelb, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte liefern viel Pantothensäure. Doch Vorsicht: Das Vitamin wird durch Hitze zerstört und löst sich im Kochwasser. Wer mehr Vitamine aufnehmen möchte, kocht also am besten mit wenig Hitze oder gart Lebensmittel mit Dampf.

Quellen: Verbraucherzentrale, Elmadfa und Leitzmann: Ernährung des Menschen, 6. Auflage, utb, 2019, Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit