21.01.2021

Immer mehr junge Leute abhängig

Jugendliche und junge Erwachsene verbringen immer mehr Zeit im Internet oder mit Computerspielen. Das hat Folgen: Die Zahl der Internetsüchtigen in dieser Altersgruppe ist gestiegen.... [ mehr lesen ]

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21.01.2021

Immer mehr junge Leute abhängig

Jugendliche und junge Erwachsene verbringen immer mehr Zeit im Internet oder mit Computerspielen. Das hat Folgen: Die Zahl der Internetsüchtigen in dieser Altersgruppe ist gestiegen.

Durchschnittlich 23 Stunden/Woche

Regelmäßig erforscht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die Internetgewohnheiten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Auch 2019 — also noch vor Beginn der Corona-Pandemie — gaben 7000 12- bis 25-Jährige Auskunft darüber, wie sie Handy, PC & Co. nutzen.

Besonders interessierte die Forscher*innen, wie viel Zeit die jungen Leute für Unterhaltung und Kommunikation — also nicht etwa für Schule, Studium oder Arbeit — im Netz verbrachten. Die 12- bis 17-Jährigen kamen dabei auf durchschnittlich 22,8 Stunden pro Woche, die älteren auf 23,6 Stunden. Am häufigsten wurde das Internet für Kommunikation genutzt, gefolgt von Unterhaltungsangeboten und Computerspielen.

Wer jedoch in der Freizeit täglich mehr als 4 Stunden im Netz oder mit Computerspielen verbringt, hat ein erhöhtes Risiko, internetsüchtig zu werden. Deshalb wird eine solch ausgeprägte Internetnutzung auch als „problematisch“ eingestuft. Der Anteil an jungen Leuten mit problematischem Internetkonsum ist seit 2015 deutlich gestiegen: Von 21,7 auf 30,4% bei den Jugendlichen und von 15,2 auf 23,0% bei den jungen Erwachsenen.

Medien als Droge der Zukunft

Passend zum vermehrten Internetkonsum traten bei den Teilnehmer*innen der Studie auch mehr internetbezogene Störungen auf als 2015. Dazu gehört vor allem die krankhafte Internetabhängigkeit. Dabei verlieren die Betroffenen die Kontrolle über ihre Internetnutzung, entwickeln bei Entzug Unruhe, Nervosität und Aggressivität und haben häufig Probleme im sozialen Leben. 7,6 % der Jugendlichen und 4,1 % der jungen Erwachsenen wiesen solche Störungen auf (5,7 bzw. 2,6% im Jahr 2015). Dabei war die Internetsucht unter den Mädchen und jungen Frauen etwas weiter verbreitet als bei den männlichen Teilnehmern.

„Medien- und Internetabhängigkeit ist quasi die Droge der Zukunft. Immer mehr Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nutzen die digitalen Medien mehr als ihnen gut tut“, betont Daniela Ludwig, Drogenbeauftragte der BZgA. Wichtig ist es, Kindern und Jugendlichen den richtigen Umgang mit den Medien zu vermitteln. Dafür gibt es verschiedene Hilfsangebote.

Selbsttest machen!

Das Portal www.ins-netz-gehen.de ist speziell an junge Leute gerichtet. Es informiert über Internet- und Computerspielsucht und bietet einen Selbsttest für Gefährdete. Außerdem gibt es Tipps, aus der Internetsucht herauszukommen und Auskunft über Anlaufstellen. Hilfe und Tipps für Eltern bietet die Kampagne „Familie.Freunde.Follower“. Auf der Homepage lassen sich die Empfehlungen zur Mediennutzung herunterladen.

Quelle: BZgA

20.01.2021

Was darf man mit einer Knieprothese?

Immer mehr Menschen benötigen ein künstliches Kniegelenk. Viele Betroffene möchten nach der Operation weiter ein aktives Leben führen. Doch was ist mit einer Knieprothese erlaubt?... [ mehr lesen ]

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20.01.2021

Was darf man mit einer Knieprothese?

Immer mehr Menschen benötigen ein künstliches Kniegelenk. Viele Betroffene möchten nach der Operation weiter ein aktives Leben führen. Doch was ist mit einer Knieprothese erlaubt?

Muskeln und Bänder stärken

Das Kunst-Knie liegt im Trend: Über 190 000 künstliche Kniegelenke wurden 2019 in Deutschland eingepflanzt, gut die Hälfte davon bekamen Menschen unter 70 Jahren. Früher riet man dazu, das neue Knie zu schonen und dadurch langlebiger zu machen. Heute weiß man dagegen, dass Bewegung auch bei Knieprothese gut tut. Denn sie dient nicht nur der Fitness und verbessert den körperlichen Allgemeinzustand. Bewegung stärkt den Knochen sowie die umgebenden Muskeln und Bänder und beugt dadurch einer Lockerung der Knieprothese vor.

Fahrradfahren ja, Joggen problematisch

Doch welche Aktivität ist denn nun erlaubt? Am besten ist das Fahrradfahren, empfiehlt der Hamburger Orthopäde Friedrich Böttner. Denn selbst bei einer Tretleistung von cirka 95 Watt beträgt die Last auf das Knie nur das 1,8fache des Körpergewichts.

Bowling, Golf, Tanzen und Spazierengehen hält der Experte ebenfalls für unproblematisch. Selbst ein Tennis-Doppel schließt er nicht aus. Zwar beträgt die Last auf das Knie beim Tennisaufschlag oder Golfabschlag etwa das 4-Fache des Körpergewichts. Dies ist aber nur geringfügig mehr als beim Treppensteigen und dem Kunstknie deshalb auch zuzumuten. Vor Aufnahme einer sportlichen Aktivität ist jedoch immer die behandelnde Orthopäd*in zu befragen.

Weniger günstig ist dagegen das Joggen. Vor allem, wenn man es intensiv betreibt, droht die Lockerung der Knieprothese. In einer Studie mit Knieprothesenträger*innen zeigte sich, dass sich ab einer ingesamten Jogging-Zeit von dreieinhalb Stunden pro Woche 11% der Knieprothesen innerhalb von 4 Jahren lockerten.

Unkraut jäten lieber lassen

Nicht empfehlenswert sind Tätigkeiten und Sport, bei denen das Knie stark gebeugt wird. Denn bei einer Beugung über 40° wird die Last auf das Kniegelenk auf das Über-8-Fache erhöht, erklärt der Experte. Zu Tätigkeiten mit solch tiefen „Kniebeugen“ gehören zum Beispiel die Gartenarbeit in der Hocke, Workouts im Fitnessstudio oder viele handwerkliche Tätigkeiten.

Für Patient*innen, die auf starke Kniebeugung nicht verzichten können, gibt es jedoch spezielle Möglichkeiten bei der Prothesenversorgung. Dazu zählt beispielsweise die „Ultrakongruente Prothese“. Welches Verfahren am besten geeignet ist, muss bei der Planung einer Knieprothese individuell entschieden werden.

Quelle: Springer Medizin

19.01.2021

Eigene Brille für den Arbeitsplatz?

In den meisten Berufen ist die Arbeit am Bildschirm nicht mehr wegzudenken. Doch was viele Brillenträger nicht wissen: Die ständigen Blickwechsel von Tastatur zu Bildschirm belasten die Augen stark, wenn Fehlsichtigkeiten nicht optimal ausgeglichen werden. Mit speziellen Bildschirmbrillen lässt sich der Stress für die Augen reduzieren.... [ mehr lesen ]

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19.01.2021

Eigene Brille für den Arbeitsplatz?

In den meisten Berufen ist die Arbeit am Bildschirm nicht mehr wegzudenken. Doch was viele Brillenträger nicht wissen: Die ständigen Blickwechsel von Tastatur zu Bildschirm belasten die Augen stark, wenn Fehlsichtigkeiten nicht optimal ausgeglichen werden. Mit speziellen Bildschirmbrillen lässt sich der Stress für die Augen reduzieren.

Der Unterschied zur „normalen“ Brille

Wer am Arbeitsplatz unter Kopf- und Nackenschmerzen leidet, sollte über eine Zweitbrille nachdenken. Eine nicht-optimal eingestellte Brille führt nämlich häufig zu einer unnatürlichen Körperhaltung, weil Betroffene versuchen über Ausgleichsbewegungen Schrift und Grafiken auf dem Monitor zu erkennen. Besonders für Alterssichitge sind diese ständigen Blickwechsel belastend. Deshalb ist es wichtig, Arbeitsplatz und Brille genau aufeinander abzustimmen.

Eine „normale“ Gleitsichtbrille z. B. ist auf Alltagssituationen ausgerichtet. Dazu gehören das Lesen in der Zeitung und das Scharfstellen in die Ferne beim Autofahren. Doch die Distanz zu einer Zeitung beträgt lediglich 30 bis 45 cm, der Abstand zum Bildschirm jedoch 60 bis 80 Zentimeter. Zudem nutzen viele Brillenträger 2 Bildschirme gleichzeitig und haben noch dazu Tastatur, Schreibutensilien und weitere Eingabe- und Lesegeräte im Blick. All diese Faktoren werden bei einer Standardgleitsichtbrille nicht mitberücksichtigt. Es lohnt sich also häufig, eine Alltags- und eine extra angefertigte Bildschirmbrille miteinander zu kombinieren.

Bildschirmbrillen im Vergleich

Bei der Entscheidung für das richtige Bildschirmbrillen-Modell sollte man mehrere Faktoren berücksichtigen:

Bildschirm-Einstärkenbrille

  • Vorteile: Eine Einstärkenbrille erlaubt ein deutliches, klares Sehen zum Monitor an jeder Stelle des Glases.
  • Nachteile: In allen anderen Entfernungen bleibt das Bild unscharf und ein Brillenwechsel ist notwendig.
  • Anwendung: Einstärkenbrillen eignen sich für stark Alterssichtige, wenn sie überwiegend am Monitor arbeiten und nur selten in anderen Unterlagen lesen. Ebenfalls können Betroffene mit geringer Alterssichtigkeit eine Einstärkenbrille für die Computerarbeit nutzen, wenn sie Sehbeschwerden am Bildschirm entwickeln.

Bildschirm-Zweistärkenbrille

  • Vorteile: Mit einer Zweistärkenbrille gibt es keine Unschärfen im direkten Bereich des Arbeitsplatzes, egal ob Unterlagen auf dem Tisch oder der Monitor betrachtet wird.
  • Nachteile: In die Ferne sehen Betroffene weiterhin undeutlich. Zudem sind Stufen zwischen beiden Glasstärken sichtbar.
  • Anwendung: Zweistärkenbrillen eignen sich für Alterssichtige, die Gleitsichtbrillen nicht vertragen oder überwiegend am Arbeitsplatz bleiben, so dass der Blick in die Ferne nur selten nötig ist.

Bildschirm-Gleitsichtbrille

  • Vorteile: Gleitsichtbrillen erlauben ein deutliches Sehen im Bereich zwischen 40 Zentimetern und 4 Metern.
  • Nachteile: Ab einer Entfernung von etwa 4 Metern wird das Bild unscharf.
  • Anwendung: Alterssichtige profitieren von einer Gleitsichtbrille, wenn beispielsweise ein häufiger Wechsel zwischen Bildschirmarbeit und Kommunikation mit Kollegen stattfindet und somit alles innerhalb eines begrenzten Raumes scharf gesehen werden soll.

Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

18.01.2021

Stanzen stört die Erektion nicht

Beim Verdacht auf einen Prostatakrebs steht die Probebiopsie an. Dabei ist nicht nur die Gewebeentnahme selbst unangenehm für den Patienten. Viele Männer fürchten auch, dass der Eingriff ihrer Erektionsfähigkeit schadet. Eine aktuelle Studie gibt jetzt Entwarnung.... [ mehr lesen ]

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18.01.2021

Stanzen stört die Erektion nicht

Beim Verdacht auf einen Prostatakrebs steht die Probebiopsie an. Dabei ist nicht nur die Gewebeentnahme selbst unangenehm für den Patienten. Viele Männer fürchten auch, dass der Eingriff ihrer Erektionsfähigkeit schadet. Eine aktuelle Studie gibt jetzt Entwarnung.

Mit der Stanze durch Darm oder Damm

Bei einer Prostatabiopsie entnimmt der Arzt mit einer Art Stanze Gewebezylinder aus der Vorsteherdrüse. Je nach Zugang unterscheidet man zwei Verfahren: Bei der transrektalen Prostatastanzbiopsie geschieht das über den Mastdarm, bei der seltener durchgeführten perinealen Prostatabiopsie über den Damm.

Doch nicht nur die Vorstellung vom Eingriff selbst macht Männern zu schaffen. Immer wieder taucht die Frage auf, ob eine Stanzbiopsie womöglich die erektile Potenz beeinträchtigt. Dieser weit verbreiteten Sorge ist jetzt eine spanische Arbeitsgruppe in einer Studie nachgegangen.

Entwarnung in puncto Erektion

Dazu untersuchten sie bei 135 Patienten, die sich einer Prostatabiopsie unterziehen mussten, vor und nach dem Eingriff die Erektionsfähigkeit. Von den Männern hatten vor der Biopsie 21% eine normale Erektion, 40% eine leichte, 36% eine moderate und 3 % eine schwere Erektionsstörung. 3 und 6 Monate nach dem Eingriff wurden die Männer erneut untersucht, mit nahezu gleichen Ergebnissen: 29 bzw. 30% hatten keine Erektionsprobleme, 38% bzw. 34% eine leichte, 27% bzw. 28% eine moderate und 3 bzw. 6% eine schwere Erektionsstörung.

Die Ergebnisse blieben auch bei Berücksichtigung der Art des Verfahrens konstant. Egal ob über den Damm oder den Mastdarm durchgeführt und unabhängig von der Anzahl der ausgestanzten Gewebeproben – Auswirkungen auf die Erektion sind durch die Prostatabiopsie nicht zu erwarten, lautet das Fazit der Forscher.

Quelle: Ärztezeitung