24.11.2020

Toxisches Schocksyndrom bei Frauen

Zwar sind nicht nur Frauen betroffen – dennoch ist das toxische Schocksyndrom noch immer vor allem als „Tamponkrankheit“ bekannt. Mit welchen Maßnahmen Frauen ihr Ansteckungsrisiko minimieren.... [ mehr lesen ]

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24.11.2020

Toxisches Schocksyndrom bei Frauen

Zwar sind nicht nur Frauen betroffen – dennoch ist das toxische Schocksyndrom noch immer vor allem als „Tamponkrankheit“ bekannt. Mit welchen Maßnahmen Frauen ihr Ansteckungsrisiko minimieren.

Häufig junge Menschen betroffen

Blutvergiftung, Lungenentzündung, Endokarditis: Das Bakterium Staphylococcus aureus ist an vielen lebensbedrohlichen Erkrankungen beteiligt. Dazu gehört auch das toxische Schocksyndrom (TSS). Zumeist kommt es bei jungen Menschen vor, die bislang keinen Kontakt mit dem Erreger hatten und deren Körper darum noch keine Antikörper gebildet hat. Beschwerden treten nach einer Ansteckung schnell auf, typisch sind Kopfschmerzen, Schwindel, hohes Fieber, Blutdruckabfall und sonnenbrandähnlicher Hautausschlag. Im Falle einer Ansteckung ist grundsätzlich ein Arzt aufzusuchen.

Tampons häufig wechseln, um TSS vorzubeugen

Früher galt das TSS als Menstruationskrankheit, die vor allem durch den Gebrauch hochsaugfähiger Tampons entstünde. Zwar ist mittlerweile klar, dass die meisten Infektionen nicht-menstruell erfolgen – zum Beispiel über Hautwunden oder als Grippe-Komplikation, weshalb auch Männer und Kinder vom TSS betroffen sind. Dennoch empfiehlt sich für Frauen eine gute Menstruationshygiene, um kein unnötiges Risiko einzugehen:

  • vor und nach dem Einführen eines Tampons gründlich die Hände waschen
  • die Stärke des Tampons der aktuellen Blutungsstärke anpassen
  • an Tagen mit stärkerer Blutung den Tampon alle 3 bis 6 Stunden wechseln, ansonsten alle 6 bis 8 Stunden
  • den Tampon vor dem Zubettgehen und nach dem Aufstehen wechseln.


Fragen zur Menstruationshygiene können in der frauenärztlichen Sprechstunde gestellt werden.

Quelle: Frauenärzte im Netz

23.11.2020

Plätzchen trotz Diabetes?

Zur Weihnachtszeit wird in vielen Familien herzhaft geschlemmt. Diabetiker müssen sich dabei zwar zurückhalten – aber nicht gänzlich verzichten. Worauf Betroffene achten sollten.... [ mehr lesen ]

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23.11.2020

Plätzchen trotz Diabetes?

Zur Weihnachtszeit wird in vielen Familien herzhaft geschlemmt. Diabetiker müssen sich dabei zwar zurückhalten – aber nicht gänzlich verzichten. Worauf Betroffene achten sollten.

Fett- und zuckerreiche Speisen ersetzen oder abwandeln

Glühwein und gebrannte Mandeln auf dem Weihnachtsmarkt, Gänsebraten und Christstollen daheim: Die Adventszeit lockt mit vielen Köstlichkeiten – die jedoch reich an Kohlenhydraten und Fett sind. Besonders ungünstig für Diabetiker sind kurzkettige Kohlenhydrate (= Zucker). Sie dürfen daher nicht einfach nach Herzenslust schlemmen. „Wenn sie einige Dinge berücksichtigen, müssen sie trotzdem nicht ganz darauf verzichten“, beruhigt die Diabetesberaterin Dr. Astrid Tombek.

„Für Menschen mit Diabetes Typ 1, die Insulin spritzen, ist insbesondere wichtig, die Menge an Kohlenhydraten der verschiedenen Gerichte zu kennen“, betont die Expertin. Vor allem zuckerhaltige Zwischenmahlzeiten treiben den Blutzuckerspiegel schnell in gefährliche Höhen. Laut Tombek eignen sich Haferflockenplätzchen oder Zimteis als gesunde Alternativen zu Lebkuchen und Spekulatius.

Typ-2-Diabetiker müssen zudem ihre Fett- und Kalorienzufuhr einschränken. Üppige Weihnachtsgerichte aus Braten, Klößen und Soße sollten sie abwandeln, indem sie zum Beispiel weniger Sahne verwenden, die Größe der Portionen reduzieren und dafür mehr von den Gemüsebeilagen essen.

Im Winter Bewegung nicht vernachlässigen

Ein zusätzliches Problem in der Adventszeit ist, dass vielen Menschen bei den kalten Temperaturen die Motivation fehlt, sich zu bewegen. „Zusammen mit kalorien- und zuckerreichen Mahlzeiten ist anhaltender Bewegungsmangel aber eine ungünstige Kombination“, warnt Tombek. Gerade Diabetiker sollten daher regelmäßige Winterspaziergänge einplanen. Mit dem Hund rausgehen, Schlittschuhlaufen oder Rodeln sind nicht nur gesund, sondern machen auch Spaß.

Quelle: Deutsche Diabeteshilfe

21.11.2020

Was hilft bei Hämorrhoiden?

Jucken und Brennen am After, Schmerzen beim Stuhlgang und Blutspuren am Toilettenpapier — das kennen viele Deutsche. Dahinter können von Analfissuren bis hin zum Darmkrebs allerhand Erkrankungen stecken, oft sind jedoch vergrößerte Hämorrhoiden schuld. Erfahren Sie im aktuellen Ratgeber, wie Sie sich mit Sitzbädern, Salben und Analtampons selbst helfen können und bei welchen Beschwerden die Ärzt*in aufzusuchen ist.... [ mehr lesen ]

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21.11.2020

Was hilft bei Hämorrhoiden?

Jucken und Brennen am After, Schmerzen beim Stuhlgang und Blutspuren am Toilettenpapier — das kennen viele Deutsche. Dahinter können von Analfissuren bis hin zum Darmkrebs allerhand Erkrankungen stecken, oft sind jedoch vergrößerte Hämorrhoiden schuld. Erfahren Sie im aktuellen Ratgeber, wie Sie sich mit Sitzbädern, Salben und Analtampons selbst helfen können und bei welchen Beschwerden die Ärzt*in aufzusuchen ist.

Häufig, aber tabu

Etwa 4% der Bevölkerung begeben sich jährlich wegen eines Hämorrhoidalleidens in ärztliche Behandlung. Doch weil das Jucken und Brennen am After vielen Menschen peinlich ist, sind Hämorrhoiden immer noch ein Tabuthema und die Dunkelziffer der Betroffenen ist hoch: Expert*innen schätzen, dass die Hälfte der Deutschen im Laufe ihres Lebens darunter leidet.

Was steckt eigentlich hinter den „Hämorrhoiden“?

Im Grunde genommen hat jeder Mensch Hämorrhoiden: Im anatomischen Sinn handelt es sich dabei nämlich um die Gefäßpolster, die als ringförmiger Schwellkörper dem Feinverschluss des Afters dienen. Beschwerden machen sie erst, wenn sie vergrößert sind. Dann spricht man von einem Hämorrhoidalleiden — abgekürzt oft „Hämorrhoiden“ genannt. Dabei sind die Gefäßpolster häufig nicht nur vergrößert, sie bilden auch einzelne oder mehrere Knoten, die platzen (und bluten) und aus dem After hervortreten können. Im fortgeschrittenen Stadium ist zudem der innere Verschluss des Afters so geschädigt, dass Darmgase und Stuhl unkontrolliert abgehen.

Je nach Ausmaß der Veränderungen teilt man das Hämorrhoidalleiden in 4 Stadien ein: Bei Grad 1 sind die Gefäßpolster vergrößert. Bei Grad 2 werden sie während des Pressens beim Stuhlgang vorübergehend aus dem After gedrückt, ziehen sich aber von selbst zurück. Grad 3 bedeutet, dass die vorgefallenen Hämorrhoiden manuell wieder in den Anus zurückgeschoben werden müssen, bei Hämorrhoiden Grad 4 ist dies nicht mehr möglich, die Gefäßknoten befinden sich permanent außerhalb des Analkanals.

Ursachen noch unklar

Warum sich die Hämorrhoiden vergrößern, ist nach wie vor unklar. Auf jeden Fall eine Rolle spielen die elastischen und muskulären Fasern der Gefäße, die beim Hämorrhoidalleiden geschädigt sind. Als Ursache dafür kommen folgende Faktoren in Frage:

  • angeborene Bindegewebsschwäche
  • degenerative (altersbedingte) oder entzündliche Veränderungen des Bindegewebes
  • starkes Pressen bei chronischer Verstopfung und zu hartem Stuhl, Ernährung mit zu wenig Ballaststoffen
  • häufiger Durchfall und zu weicher oder flüssiger Stuhl (weil die Gefäßpolster dann ständig aktiv den Stuhl zurückhalten müssen und sich so nicht ausreichend entspannen können), Missbrauch von Abführmitteln
  • Übergewicht, Schwangerschaft (weil jedes Kilo mehr den Beckenboden belastet, wodurch sich auch die Blutgefäße im Analbereich erweitern
  • Bewegungsmangel, sitzende Tätigkeit (weil sie eine begünstigen Verstopfung begünstigen)
  • erhöhter Alkoholkonsum (weil Alkohol die Gefäße auch im Analbereich erweitert , d.h. auch die Hämorrhoiden).

Beschwerden immer abklären lassen!

Die schmerzlose Blutung tritt in allen Stadien auf. Sie entsteht durch das Platzen eines Gefäßknotens, aus dem sich hellrotes, also arterielles Blut entleert. So lassen sich auch die Blutspuren am Toilettenpapier oder tropfende Blutungen aus dem After erklären. Häufig sind auch Schleimabsonderungen aus dem After, sie führen durch die dauerhafte Schleimhautreizung zu Juckreiz und Brennen am After. Ab Stadium 3 drohen zudem Stuhlschmieren mit Spuren in der Unterwäsche, weil der Stuhl nicht mehr komplett zurückgehalten werden kann.

Schmerzen treten erst in späteren Stadien auf. Sie entstehen oft durch begleitende kleine Risse in der Analschleimhaut oder durch Thrombosen in den Gefäßknoten. Dann können sich die Knoten auch als Fremdkörpergefühl oder Gefühl der nicht vollständigen Darmentleerung bemerkbar machen.

All diese Beschwerden sind unspezifisch und können Hinweise auf andere Erkrankungen sein. Da diese von der harmlosen Analfissur bis hin zum Darmkrebs reichen, ist von einer Selbstdiagnose dringend abzuraten.

Hinweis: Ob hellrot oder dunkelrot, ob viel Blut oder nur Spuren am Toilettenpapier: Jeder Blutabgang über den After muss von einer Ärztin oder einem Arzt abgeklärt werden!

Mehr Bewegung für Darm und Mensch

Weniger Sitzen, mehr Bewegung und das Übergewicht reduzieren: Das sind die Maßnahmen, die beim Hämorrhoidalleiden begleitend empfohlen werden. Ob sie helfen, ist ungewiss, da keine ausreichenden Studien dazu vorliegen. Auch eine Ernährungsumstellung soll unterstützend wirken: Mehr Ballaststoffe machen harten Stuhl weicher und starkes Pressen überflüssig, was wiederum das Blutungsrisiko beim Stuhlgang reduziert.

Tipp: Bei zu hartem Stuhl empfehlen sich indische Flohsamenschalen. Die erforderliche Dosis ist individuell unterschiedlich. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten, wie Sie dieses pflanzliche Mittel am besten anwenden.

Von betäuben bis gerben

In frühen Stadien (1 und 2) ist eine konservative Therapie mit lokalen Wirkstoffen möglich. In manchen Fällen bilden sich die vergrößerten Hämorrhoiden so zurück. Auch in Stadium 3 und 4 kommen lokale Therapeutika ärztlich verordnet zum Einsatz, zum Beispiel beim Warten auf eine Operation.

  • Betäubende Wirkstoffe. Hier werden vor allem Lidocain (z. B. in Posterisan® akut Salbe mit Analdehner oder Posterisan akut Zäpfchen) und Quinisocain (z. B. in Haenal® akut Creme) empfohlen. Beide Wirkstoffe sind rezeptfrei erhältlich. Die Cremes und Salben dürfen jedoch nur wenige Tage (z. B. bis zum Arztbesuch) in Selbstmedikation eingesetzt werden, Zäpfchen bis zu 6 Wochen. In der Stillzeit sind beide Wirkstoffe verboten, in der Schwangerschaft sollen sie nur nach Absprache mit Ärztin oder Arzt verwendet werden. Auch bei Cinchocain ist die Anwendung auf eine Woche beschränkt , es ist rezeptpflichtig als Salbe, Analtampon und Zäpfchen erhältlich (zum Beispiel DoloPosterine®N).
  • Gerbstoffe. Gerbstoffe helfen bei äußeren Beschwerden wie Juckreiz und Brennen. Sie kommen als Sitzbäder und Salben zum Einsatz, typische Vertreter sind basisches Bismutgallat (plus sekretbindendes Titanoxid oder Zinkoxid), zum Beispiel in Mastu® Salbe oder Zäpfchen oder Eulatin NH Salbe. Auch Hamamelis-Extrakte wirken gerbend, sie sind zum Beispiel in Faktu® lind Salbe mit Hamamelis oder Haenal® Hamamelis Zäpfchen enthalten. Sitzbäder und Umschläge lassen sich zum Beispiel aus Tannosynt® flüssig Lösung oder Tannolact® Badezusatz herstellen. Ob Gerbstoffe in Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden dürfen, ist individuell mit der Ärztin oder dem Arzt abzuklären.
  • Kortison. Gegen starke Entzündungen und Schmerzen verschreiben die Ärztin oder der Arzt in Ausnahmefällen lokale Mittel, die neben dem betäubenden Lidocain auch Kortison enthalten (zum Beispiel Doloproct® Rektalcreme oder Doloproct® Zäpfchen). Diese dürfen höchstens zwei Wochen angewendet werden, da sie zu einem Abbau der analen Schleimhaut führen können und außerdem die Infektion mit Pilzen im Darm begünstigen.

Hinweis: Wer rektale Wirkstoffe anwendet, muss beim Analverkehr vorsichtig sein: Die Reißfestigkeit von Kondomen ist dann nicht mehr gewährleistet.

Salbe, Zäpfchen oder Sitzbad?

Um die lindernden Wirkstoffe an den Wirkort zu bringen, gibt es verschiedene Darreichungsformen, die jeweils Vor- und Nachteile haben.

  • Salben. Sie sind vor allem für den äußeren Analbereich praktisch. Wenn sie allerdings die im Analkanal liegenden Hämorrhoiden erreichen sollen, müssen sie mit einem Applikator und/oder einem Analdehner verabreicht werden.
  • Zäpfchen. Sie sind praktisch anzuwenden, rutschen aber nach Verabreichung an den Hämorrhoiden vorbei und in den Enddarm. Auf diese Weise gelangen die Wirkstoffe nur kurzfristig beim Stuhlgang an die Gefäßpolster, weshalb die Wirkung von Zäpfchen oft gering ist.
  • Analtampons. Analtampons werden mit Hilfe eines Mullstreifens im Analkanal fixiert und wirken deshalb direkt am Ort des Geschehens. Ihr Nachteil ist das Fremdkörpergefühl, das sie während der Einwirkungsdauer verursachen.
  • Sitzbäder und Umschläge. Sie wirken nur an der äußeren Haut rund um den After. Auf die im Analkanal liegenden Hämorrhoiden haben sie keinen Einfluss.

Tipp: Bei der Anwendung lokaler Wirkstoffe fließen häufig Sekrete aus dem Anus ab. Zum Auffangen eignen sich Analvorlagen oder atmungsaktive Slipeinlagen, die Sie in der Apotheke erhalten.

Was macht die Ärztin oder der Arzt?

Die ärztlichen Behandlungsmethoden werden in sogenannte interventionelle und operative Verfahren unterteilt. Zu den Ersteren gehören die Sklerosierung und die Gummibandligatur, beide Verfahren sind ambulant möglich.

  • Bei der Sklerosierung wird ein Verödungsmittel in die Gefäßpolster gespritzt, wodurch diese im oberen Teil des Analkanals fixiert werden. Die Sklerosierung kommt vor allem in Stadium 1 und 2 zum Einsatz. Nachteil ist die recht hohe Rückfallquote.
  • Bei der Gummibandligatur wird das Hämorrhoidalgewebe mit einem Gummiband abgebunden, sodass die vergrößerten Hämorrhoiden absterben und abfallen. Hier ist die Rückfallquote niedriger.

In Stadium 3 und 4 muss operiert werden, in der Regel erfolgt dies stationär. Je nach Ausmaß und Lage der Hämorrhoiden gibt es dafür verschiedene Möglichkeiten. So können die Hämorrhoiden beispielsweise komplett mit einem Skalpell oder einem Laser entfernt werden. Diese Operation heißt Hämorrhoidektomie.

Ein neueres Verfahren ist die Stapler-Operation, bei der die Hämorrhoiden mit Hilfe eines Klammernahtgerätes (Stapler) „geliftet“ und an ihrer ursprünglichen Position an die Analkanalschleimhaut angeklammert werden. Die Prognose ist bei allen Verfahren gut, manchmal kann es jedoch zu Rückfällen und erneuten Hämorrhoidalbeschwerden kommen.

Quellen: Katrin Krämer, DAZ 2020, Nr. 16, S. 54; www.internisten-im-netz.de

20.11.2020

Maske und Kind – passt das?

Die Corona-Pandemie macht auch vor den Kleinsten keinen Halt. In vielen Bundesländern gilt bereits für die Sechsjährigen die Maskenpflicht, in anderen erst für Kinder ab zehn Jahren. Was Sie tun können, um ihren Kleinen das Tragen einer Maske kinderleicht zu machen.

Unbedenklich für Groß und Klein... [ mehr lesen ]

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20.11.2020

Maske und Kind – passt das?

Die Corona-Pandemie macht auch vor den Kleinsten keinen Halt. In vielen Bundesländern gilt bereits für die Sechsjährigen die Maskenpflicht, in anderen erst für Kinder ab zehn Jahren. Was Sie tun können, um ihren Kleinen das Tragen einer Maske kinderleicht zu machen.

Unbedenklich für Groß und Klein

Kinder, insbesondere unter zehn Jahren, gehören nicht zu den Hauptüberträgern des Corona-Virus. Dennoch helfen sie durch das Tragen von Masken, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Viele Eltern sind aber besorgt, dass die Mund-Nasen-Masken ihren Kindern schaden könnten. Thomas Fischer, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, klärt auf: „Die chirurgischen oder auch die so genannten Alltags-Maske mögen ein wenig unbequem sein für Kinder, sie schränken aber das Ein- und Ausatmen nicht ein, führen weder zu einer Einschränkung der Sauerstoffversorgung noch zu einer gefährlichen Anreicherung von Kohlendioxid. Sie gefährden auch sonst in keiner Weise die Gesundheit; sogar Kinder mit kontrolliertem Asthma ab sechs Jahren können sie gefahrlos tragen.“

Mit Erklärungen ans Ziel

Auch wenn vom Tragen der Maske keine Gesundheitsgefahr ausgeht, haben selbst Erwachsene oft Schwierigkeiten mit dem korrekten Gebrauch. Von der Nase rutschende Masken, beschlagene Brillengläser, und Probleme beim Hörverstehen erschweren vielen den Alltag. Damit Ihr Kind von Anfang an gut mit der Maske zurechtkommt, helfen folgende Tipps:

    •    Erklären Sie Ihrem Kind, warum es eine Maske tragen soll. Mit einfachen Worten lässt sich auch eine Pandemie kindgerecht erklären. Kinder helfen gerne mit, wenn sie verstehen, warum sie etwas bestimmtes tun sollen.
    •    Besorgen Sie eine Maske, die zu dem Gesicht Ihres Kindes passt. Ein Kind mit schmalem Gesicht braucht eine kleinere Maske als ein Kind mit vollem Gesicht. Eine Maske sitzt dann richtig, wenn Mund und Nase vollständig bedeckt sind, sie bis über das Kinn reicht und an den Wangen nicht absteht. Die Gummibänder sollten so eng sein, dass die Maske nicht rutscht, aber weit genug, dass sie nicht in die Kopfhaut einschneiden. Je bequemer die Maske ist, desto lieber wird ihr Kind sie tragen.
    •    Sogenannte „Alltagsmasken“, also chirurgische Einmalmasken oder selbstgenähte Baumwollmasken, sind absolut ausreichend.
    •    Um keine Krankheitserreger auf der Maske zu verteilen, hilft das Händewaschen vor dem Maskenanziehen.
    •    Erklären Sie Ihrem Kind, dass es die Maske stets richtig tragen soll. Eine Maske ist nutzlos, wenn sie unterhalb der Nase oder sogar unter dem Kinn getragen wird.
    •    Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es die Maske alleine richtig auf- und absetzt. Am besten benutzt es dafür die Gummibänder und berührt die Maske selbst so wenig wie möglich. Wenn es die Maske anfasst, dann nur außen und nicht innen. Auch beim Tragen selbst wird die Maske mit den Händen nicht berührt. Keime gelangen sonst schnell von den Fingern in das Gesicht.
    •    Achten Sie darauf, die Baumwollmasken Ihres Kindes regelmäßig bei mindestens 60 Grad Celsius zu waschen. Einmalmasken werden nach dem Tragen in den normalen Hausmüll geworfen.
    •    Musste Ihr Kind bisher noch keine Maske tragen, so lassen Sie es das Tragen zuhause üben.

Am besten jedoch helfen Sie Ihrem Kind, wenn Sie als Eltern selber souverän mit der Maske umgehen. Fischer bringt es auf den Punkt: „Wenn sie selbst von der Bedeutung des Maskentragens überzeugt sind, können sie auch ihre Kinder überzeugen.“

Quelle: Kinder- & Jugendärzte im Netz